Das müssen Patienten wissen: Krankenkassen vergüten Video-Sprechstunde

Das müssen Patienten wissen: Krankenkassen vergüten Video-Sprechstunde

Im Jahr 2017 ändert sich für Patienten einiges: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten einer Online-Sprechstunde. Mehr Menschen als bisher dürfen Pflegeleistungen beanspruchen. Und Patienten müssen bei Rezepten weniger zuzahlen.

Online-Sprechstunde

Krankenkassen übernehmen ab dem 1. Juli 2017 die Kosten einer Video-Sprechstunde, womit diese Teil der vertragsärztlichen Regelversorgung wird. So sollen Nachsorge- und Kontrolltermine erleichtert und weite Wege in ländlichen Gebieten erspart sowie Versorgungslücken geschlossen werden. Die Konsultation mit dem Arzt via Bild und Ton ist freiwillig. Außer PC, Internetanschluss sowie Webcam braucht der Patient keine weitere Hard- oder Software. Den gesetzlich Krankenversicherten entstehen dadurch keine Zusatzkosten. Eine Video-Sprechstunde eignet sich beispielsweise, um die Auswahl und Dosierung von Medikamenten zu besprechen. Oder den Krankheitsverlauf – wie die Wundheilung nach einer Operation – abzuklären bzw. einen therapeutischen Erfolg einzuschätzen. Voraussetzung für die Online-Sprechstunde bleibt der persönliche Erstkontakt mit dem Arzt. In jedem Fall haftet der Arzt wie gewohnt für Behandlungsfehler. Mehr darüber erfahren, für wen sich die Video-Sprechstunde eignet >>

Pflegereform

Seit 1. Januar 2017 erfassen die neuen Vorgaben nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern in Zukunft nicht nur Menschen mit überwiegend körperlichen Gebrechen als pflegebedürftig, sondern auch Hilfsbedürftige mit geistigen und psychischen Problemen. Das bedeutet auch: Mehr Menschen als bisher werden Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen. Anstelle von Pflegestufen gelten dann Pflegegrade. Wer bereits eine Pflegestufe hat, wird laut Verbraucherzentrale weiterhin die gewohnte Pflege oder sogar noch mehr Pflege erhalten.

Zuzahlung bei Rezepten

Seit 1. Januar 2017 gelten höhere Freibeträge bei den üblichen Zuzahlungen zu Rezepten und therapeutischen Behandlungen. Das schont den Geldbeutel von Patienten. Sie können von den jährlichen Bruttoeinnahmen für den im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner 5.355 Euro (zuvor: 5.229 Euro) abziehen. Der Kinderfreibetrag erhöht sich von 7.248 Euro auf 7.356 Euro für jedes Kind.

Mehr zum Thema:

https://www.verbraucherzentrale.de/2017-2?i=3

 

Bildnachweis: ©photodune.net / racorn

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