Darum raten Ärzte zur Zweitmeinung bei einem Klinikarzt

Darum raten Ärzte zur Zweitmeinung bei einem Klinikarzt

Ärzte empfehlen, Zweitmeinungen bei einem Klinikarzt einzuholen. Das ergibt die Studie der Asklepios Kliniken Hamburg, in der über 100 Ärzte zum Thema Zweitmeinungsverfahren befragt wurden.

Patienten in Deutschland können sich frei entscheiden, ob Sie eine zweite medizinische Meinung bei einem niedergelassenen Arzt oder einem Klinikarzt einholen möchten. 70 Prozent der befragten Ärzte sehen allerdings deutliche Vorteile bei Zweitmeinungsverfahren in einer Klinik. 56 Prozent begründen dies damit, dass Krankenhausärzte sich mit ihren Kollegen beraten können und somit auf ein größeres Expertenwissen zugreifen können. Knapp die Hälfte (48 Prozent) gibt außerdem an, dass der Klinikarzt oft bereits viele ähnliche Fälle behandelt hat. Das zeigt die Studie „Ärzte-Trendbefragung Zweitmeinungsverfahren“ der Asklepios Kliniken Hamburg, für die über 100 Ärzte – darunter 53 Klinikärzte und 50 niedergelassene Ärzte – befragt wurden.

Klinikärzte beurteilen Zweitmeinungsverfahren als positiv

Insgesamt beurteilen Klinikärzte das Zweitmeinungsverfahren wesentlich positiver als ihre neidergelassenen Kollegen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Klinikärzte im Vergleich zu niedergelassenen Ärzten in den vergangenen zwölf Monaten im Durchschnitt mehr Patienten eine zweite Meinung vorgeschlagen haben und damit die Chancen des Zweitmeinungsverfahrens häufiger nutzten. Mehr Klinikärzte als Niedergelassene sind der Meinung, dass durch eine Zweitmeinung das Vertrauen zwischen Arzt und Patienten gestärkt wird und die Therapie dank einer Zweitmeinung positiver verläuft.

Klinikärzte glauben an positive Auswirkungen auf Gesundheitssystem

Klinikärzte sind auch deutlich optimistischer, was die positiven Auswirkungen des Zweitmeinungsverfahrens auf das Gesundheitssystem angeht. Im Vergleich zu ihren niedergelassenen Kollegen glauben Klinikärzte, dass durch das Zweitmeinungsverfahren Kosten gespart und unnötige Operationen vermieden werden und, dass das Gesundheitssystem ein standardisiertes Zweitmeinungsverfahren braucht. Eine Begrenzung des Zweitmeinungsverfahrens auf bestimmte Operationen und Eingriffe halten Klinikärzte im Gegensatz zu Niedergelassenen hingegen für zu kompliziert.

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